Erweiterung Magog-Betriebsgelände in Bad Fredeburg

1. Situation:

Jeder kennt den Abfall-Schieferhügel der Fa. Magog in Bad Fredeburg. Dort wird nach wie vor Schiefer zu verschiedenen Zwecken abgebaut. Der Abfallberg soll nun in westlicher Richtung – hin zum Wohngebiet – erweitert werden. Die jetzigen schützenden Bäume werden nicht mehr vorhanden sein. Weiterhin soll ein ca. 8 m hohes Gebäude auf dem Schieferberg errichtet werden.

Öffentliche Vorlage des BPlans: XI/136 (760 Seiten)

Dies lehnen die Anwohner strickt ab – was man verstehen kann – denn die Halde wird dann wohl erst wenige Meter von den privaten Grundstückgrenzen „zum Stehen kommen“. Ein Fanggraben soll evtl. herabfallendes Gestein aufsammeln. Durch das Abkippen entsteht eine Lärmbelästigung, auch Erschütterungen sind nicht auszuschließen. Wenn das neue Volumen der Halde ausgeschöpft ist (ohne Zeitangabe) wird eine Begrünung der der Schieferhalte erfolgen. Zu erwähnen ist noch, dass ein vorgelagertes Meditationsverfahren zwischen Fa. Magog und den Anwohnern zu keinem Ergebnis führte.

Für die Erweiterung soll Planungsrecht geschaffen werden. Dazu wurde von Fa. Magog ein Vorhaben – und Erschließungsplan in Abstimmung mit der Verwaltung aufgestellt. Die Kosten dazu trägt die Fa. Magog. Gutachter (von Fa. Magog beauftragt) haben ausführlich zu dem entstehenden Lärm und der Standfestigkeit Stellung genommen und keine Gefährdung für die Anwohner gesehen. Wie sich in der Ratssitzung am Do, 07.05.2026 herausstellte waren wohl nicht alle direkt vor Ort gewesen.

2. Einwohnerfragestunde:

Hier meldeten sich einige Anwohner zu Wort und stellten Fragen zur

  • Messung des Lärmpegels (wurde auf der anderen Seite des Schieferberges gemessen)
  • Lärmbelästigung/Lärmschutz
  • Staubschutz
  • Veränderung der Kurgebietslinie
  • Größe und „Säuberung des Fanggrabens“

3. Ratssitzung am 07.05.2026

Dietmar Weber (UWG) stellte fest, dass u. a. nicht alle Fragen der Anwohner ausreichend beantwortet seien. In der Vorlage ist die Begrünung der Halde mit Bäumen dargestellt Wie so das erfolgen. Auch die Zuwegung sollte eindeutig geklärt werden, da die vorhandene ca. 3 Meter breite Straße wohl nicht ausreichend sein wird (im BZA Bad Fredeburg wurde von BM Trippe eine Beteiligung an den Kosten durch Fa. Magog in Aussicht gestellt).

Herr Meyer von den GRÜNEN erklärte sich eindeutig für die Planung. Es gäbe keine Zweifel an den Gutachtern. Die Stadt müsse verpflichtend über den Plan entscheiden. Sie stimmen mit Ja.

4. Wie geht es weiter:

Die Pläne werden jetzt öffentlich ausgelegt. Jedermann kann nochmals dazu Stellung beziehen.

Hier der Link zu weiteren Erläuterungen aus dem Jahre 2024:

Betriebsgeländeerweiterung der Fa. Magog

Ratssitzung am 21.03.2024

Mit 28 Ja und 8 Nein-Stimmen wurde die Einleitung des FNP/BPlan-Verfahrens Magog (Vorhaben- und Erschließungsplan) in geheimer Abstimmung befürwortet. Zum Beschluss wurde hinzugefügt, dass die Anlieger und die Magog GmbH & Co. in einen Dialog für eine einvernehmliche Lösung gehen sollten. Dazu soll ein neutraler Moderator eingesetzt werden. Die Stadt wird diesbezüglich auf die Interessengemeinschaft zukommen. Dieser Passus kam zustande, weil viele Ratsmitglieder dies angeregt haben.

Schieferhalde Bad Fredeburg im April 2017

Vorab hat die Interessengemeinschaft Fragen an den Bürgermeister schriftlich eingereicht. Sie liegen mir nicht vor und werden nur teilweise wiedergegeben:

Sind Alternativen geprüft worden: Ja, Alternativen sind wohl geprüft, jetzt kommt der rechtmäßige Schritt mit konkreten Antrag durch die Fa. Magog.

Der erste Antrag im Jahre 2021 wurde kontrovers diskutiert. Jetzt kommt die Verfahrensweise nach Baugesetzbuch mit Stellungnahme aller Beteiligten. Das schließt nicht aus, dass es eine einvernehmliche Lösung gibt. Letztendlich entscheidet der Rat der Stadt Schmallenberg.

Auf die Frage welche Umstände sich in den letzten Jahren geändert haben wurde nicht so richtig eingegangen. Gegenstand ist der jetzige Bebauungsplan, es sei noch nichts entschieden. Die Richtwerte werden im Laufe des Verfahrens geklärt. Stillstand wäre keine Option.

Wie sieht das Konzept der Stadt Schmallenberg aus? Wohnen und Industrie muss geprüft und abgewogen werden. Vor 3 Jahren gab es eine erste Anfrage und auch erste Voruntersuchungen, jetzt muss das formelle Verfahren starten.

Die Anliegergemeinschaft, vertreten durch Herrn Carmesin, hat die Bürgerfragestunde genutzt weitere Fragen zu stellen, die von Bürgermeister König beantwortet wurden.

  1. Warum wurde das frühere Verfahren von Bürgermeister B. Halbe nicht aufgegriffen:
    Im Jahre 2021 wurde die Konfliktsituation deutlich. Fa. Magog sollte Voruntersuchungen starten. Jetzt sind die Untersuchungen mit dem Ergebnis „könnte gehen“ abgeschlossen. Jetzt könnte man beide Parteien mit dem Verfahren nach Baugesetzbuch auf einen Nenner bringen.
  2. Wie soll das das Verfahren personell in der Verwaltung gestemmt werden?
    Es sei wohl eine Herausforderung, aber mit einem Vorhaben – und Erschließungsplan wird die Fa. Magog die Hauptarbeit leisten.
  3. Wie sieht der Zeitplan aus? Beginn des Verfahrens in ca. 2-3 Monaten.
  4. Wo sind die Flächen für den zusätzlichen Schiefermüll? Das soll im Verfahren geklärt werden.

In der anschließenden Diskussion im Rat wurde deutlich, dass das Verfahren jetzt gestartet werden sollte (CDU). Verschiedene andere Wortmeldungen machten klar, dass gegensätzliche Meinungen zwischen Magog und der Anliegergemeinschaft bestehen. Diese sollte im Dialog besprochen werden, was bisher nicht geschehen ist.
Die UWG mahnte das forcierte Verfahren an: Im BZA Bad Fredeburg am 28.2.2024 unter „Verschiedenes“ überraschend für alle vorgestellt. Dann zusätzliche Tagung des BZA Bad Fredeburg am 07.03.2024, Techn. Ausschuss am 12.03. und Rat am 21.03. 2024. Es fanden keine Gespräche zwischen Magog und Anwohner statt. Antrag: Verfahren zurückstellen. Über diesen Antrag wurde nicht abgestimmt, weil der weitergehende Antrag der vorliegende ist.

Der Beschluss, über den abgestimmt wurde, lautete:

Die Stadtvertretung Schmallenberg fasst für das im Übersichtsplan Anlage 2 zur Verwaltungsvorlage X/904 umgrenzte Gebiet im westlichen Anschluss an das bestehende Betriebsgelände der Magog Schiefergrube im Ortsteil Bad Fredeburg gem. § 2 Abs. 1 Baugesetzbuch (BauGB) den verfahrenseinleitenden Aufstellungsbeschluss für die 39. Änderung des Flächennutzungsplanes (FNP) der Stadt Schmallenberg. Planungsziel ist im Wesentlichen die darstellende Ausweisung einer (betriebsgebundenen)
„Gewerblichen Baufläche“ zur Erweiterung der bestehenden „Gewerblichen Baufläche“ am
Betriebsstandort anstelle der bisherigen Darstellung „Wald“.
Ergänzend erfolgt für einen weiteren Teilbereich dieser „Wald“-Fläche die ersetzende Darstellung von „Fläche für Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Boden, Natur und Landschaft“. Die Durchführung der 39. FNP-Änderung erfolgt im Parallelverfahren gem. § 8 Abs. 3 BauGB zur Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 171 „Schiefergrube Magog“.
Über das FNP-Verfahren Vorlage X/903 wurde im gleichen Beschluss abgestimmt.

Ergänzt wurde der Beschluss durch die Aufforderung, dass Anwohner und Fa. Magog in Dialog treten und eine einvernehmliche Lösung zu finden sollten.


Technischer Ausschuss am 12.03.

In der Sitzung am 12.03. sprach sich der TA für den Aufstellungsbeschluss des BPlan-Verfahrens zur Betriebsgeländeerweiterung der Fa. Magog mit 10 Ja und 4 Nein-Stimmen aus.
Die UWG stellte in der Sitzung den Antrag die Entscheidung zu vertagen. Es solle eine einvernehmliche Lösung mit den Anliegern, Kommune und einem Mediator Alternativen besprochen werden. Der Antrag wurde abgelehnt. Damit wird die Möglichkeit vergeben Alternativen in Betracht zu ziehen. Im Rat am 21.03 wird dann endgültig nur über die Vorlage zu entscheiden sein.


Bezirksausschuss Bad Fredeburg am 07.03.2024

In einer zusätzlichen Sitzung des Bezirksausschusses Bad Fredeburg wurde heute über die Einleitung des BPlan-Verfahrens zur Betriebsgeländeerweiterung der Fa. Magog in geheimer Abstimmung abgestimmt. Dazu hat die Verwaltung zwei Vorlagen erstellt:
– Änderung des FNP Vorlage X/903 – Ergebnis: 9 Ja, 3 Nein-Stimmen, 1 Enthaltung
– Änderung des BPl Vorlage X/904 – Ergebnis: 10 Ja, 2 Nein-Stimmen, 1 Enthaltung

Vorab hat Hr. Welfens vorgeschlagen, dass sich die Parteien zusammensetzen und eine gemeinsame Lösung finden. Sein Antrag die heutige Entscheidung abzusetzen wurde aber mehrheitlich abgelehnt.

Schon in der Bezirksausschusssitzung am 28.02. wurde unter Punkt „Verschiedenes“ die Erweiterung des Betriebsgeländes der Fa. Magog von Christopher Guntermann und Markus Schulte ausführlich vorgestellt (s. unten). Dies führte damals zu einer Irritation, da vorher nicht bekannt war, dass dieser Punkt in der Sitzung erscheinen wird. Die Angelegenheit muss wohl vorher schon mit der Stadt abgestimmt gewesen sein, denn sonst hätten man nicht wenige Tage später schon alle Vorlagen vorgestellt. Nur – die Bevölkerung, vor allem die Anwohner war außen vorgelassen. Daraufhin hat die Anliegergemeinschaft Schieferweg gebeten in der heutigen Sitzung am 07.03. zu Wort zu kommen. Das hat Hr. Carmesin im Auftrag der Anwohner ausführlich und sehr verständlich getan.
Er erläuterte im Auftrag der Anliegergemeinschaft Schieferweg die bisherige Entwicklung des Gewerbestandortes in Zusammenhang mit der anl. nahen Wohnbebauung. Beides war bisher durch ein kleines Waldgebiet voneinander getrennt. Der Wald fiel dem Kyrill zum Opfer. Nun soll die Schieferhalde über das ehemalige Waldgebiet bis wenige Meter vor die Wohnbebauung erweitert werden. Das wird von allen Anwohner massiv abgelehnt. Es fehlt ein Schutzstreifen zwischen Gewerbe und Wohngebiet. Ein Trennungsgrundsatz sagt aus, dass zwischen Gewerbe und Wohnen 100 m liegen müssen.

Was ein Dreischichtbetrieb für das Leben und Wohnen für die Anlieger bedeutet,und welche Immissionen anfallen können hat Frau Schmidt deutlich aufgezeigt. Es betrifft wohl mehr als 80 Anwohner.

Diese Forderungen wurden von der Anliegergemeinschaft angesprochen. Ein Kompromiss könnte sicher gefunden werden, aber der Wald muss bleiben.

Herr Beste von der Stadt machte deutlich, dass es heute nur um den Aufstellungsbeschluss ginge, und im Baugesetzbuch eine Änderung/Erweiterung eines bestehenden Flächennutzungsplanes bzw. BPlans jederzeit bei berechtigten Interesse möglich ist. Dieses ist bei der Fa. Magog gegeben. Der Antrag durchläuft den Techn. Ausschuss (Sitzung am 12.03.) und Rat am 21.03.2024. Falls zugestimmt wird erfolgt die Auslegung des Planes. Alle Bürgerinnen und Bürger können dann neben den anderen zuständigen Behörden wie z. B. das Bergbauamt Stellung dazu nehmen. Diese Anregungen werden in einem Abstimmungsprozess dann nochmals zur Sprache gebracht und wenn möglich berücksichtigt. Erst dann erfolgt die endgültige Zustimmung durch den Rat der Stadt Schmallenberg.

Balkonkraftwerke/Photovoltaik soll gefördert werden

Aktueller Stand 21.04.2023

Ablehnung der CDU bringt Förderung von Balkonkraftwerken vorerst zum Stoppen.


Schon die Vorlage X/648 der Verwaltung war eindeutig ablehnend und richtete sich gegen eine Förderung von Balkonkraftwerken. In der Haupt- und Finanzausschusssitzung bestätigte sich dieser Eindruck. Die UWG hat ihre Gründe zum Antrag nochmals eindeutig aufgezeigt und wurde von der BfS unterstützt.

„Wir wollen mit den Zuschüssen das Thema stärker in die Öffentlichkeit bringen und dazu animieren, dass sich insbesondere Privatleute hier engagieren und investieren“ (Dieter Eickelmann, UWG)

Erreicht wurde ein Absetzen des Tagesordnungspunktes um die eine Förderungsmöglichkeit im Haushalt 2024 zu berücksichtigen. Das bedeutet, dass dieser Punkt im Herbst 2023 nochmals „verhandelt“ wird. Er wird auf jeden Fall von der UWG zum Haushalt 2024 fest vorgeschlagen.

Viele andere Städte wollen den Strom aus Photovoltaik ins Blickfeld rücken. Dazu sind z. B. Balkonkraftwerke in vielen Haushalten sinnvoll und werden von den Kommunen mit einem Zuschuss gefördert. Das soll nach Ansicht der UWG auch in Schmallenberg so werden.

Unser Antrag…


Aktuelle Förderung in den Nachbarkommunen:

Lüdenscheid       500 Euro/Anlage

Olsberg              200 Euro/Anlage

Winterberg         250 Euro/Anlage

Bürgerwald ist bepflanzt

Antrag der UWG ist umgesetzt worden

Heute am 29.10. wurde die Aktion unter der Organisationsleitung von Hr. Hunker umgesetzt. Anwesend waren Bürgermeister König, Vertreter des Vereins „Waldlokals“ (Hr. Ernst) und der Volksbank Sauerland e.G. (Hr. Ermecke), die im voraus 10 TEuro gespendet hatte. Ca. 100 Bürgerinnen und Bürger, unter ihnen auch zahlreiche Jugendliche waren mit Spaten und Spitzhacke gekommen um die bereitgestellten Pflanzen einzusetzen. Stefan Wiese, Thorsten Conze, Günter Schütte und Gilbert Förtsch waren von der UWG anwesend. Die Vorarbeit durch den Forst mit der Kennzeichnung der Flächen und Pflanzlöcher war sehr gut gelöst worden. Jedermann konnte seinen Baum an die richtige Stelle pflanzen.

Planung der Bepflanzung
Es wird eingepflanzt
Vorabinformationen